Santorini

Seit Weihnachten ist Santorini in unserem Besitz, und damit ein erstklassiges Strategiespiel. Es ist geeignet für 2 bis 4 Spieler, wobei das Spiel zu viert ein Team-Spiel (2 gegen 2 ) ist.

Jeder Spieler bzw. jedes Team erhält zwei Arbeiter. Diese werden beliebig auf dem 5×5 Spielfeld aufgestellt. Pro Zug darf man einen Arbeiter wählen, mit dem man zunächst auf ein benachbartes Feld zieht (als benachbart gilt jedes horizontal, vertikal oder diagonal angrenzendes Feld), und dann auf ein weiteres benachbartes Feld baut. Gebaut werden Türme, die aus 3 Etagen und einer Kuppel bestehen. Ist auf einem Turm eine Kuppel, darf kein Arbeiter mehr auf den Turm  ziehen. Außerdem darf man höchstens ein Level nach oben ziehen, und beliebige viele Level nach unten. Gebaut wird, in dem man den entsprechenden Stein setzt, unabhängig davon auf welchem Level man sich befindet solange man benachbart ist. Gewonnen hat, wer zuerst mit einem seiner Arbeiter auf der 3. Etage eines Turms ist. Verloren hat man übrigens auch, wenn man keinen Zug durchführen kann, d.h. wenn es mit keinem Arbeiter möglich ist zu gehen und zu bauen.

Hat man das Grundspiel einige Male gespielt, kommen die Götterkarten ins Spiel. Vertreten sind sämtliche Götter aus der griechischen Mythologie, und bringen so neue Möglichkeiten ins Spiel. Das kann das Spiel erleichtern, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Alle Götter haben wir noch nicht ausprobieren können, aber hier eine kleine Auswahl der Götter, die uns bisher gut gefallen haben.

Hermes

Der Gott des Reisens ermöglicht dir, dich beliebig weit zu bewegen. Solange sich die Arbeiter auf einer Ebene bewegen (also nicht nach oben oder unten ziehen), dürfen sie beliebig oft gehen, bevor einer baut. Das macht das Spiel um einiges flexibler, und auch für den Gegner schwerer zu planen.

Atlas

Atlas, ist der Titan, der das Himmelsgewölbe stützt. Dieser ermöglicht es, Kuppeln auf beliebigen Leveln zu bauen. Dies kann den Gegner sehr einschränken, in seiner Bewegung.

Circe

Die göttliche Zauberin schenkt einem fremde Kräfte. Stehen die beiden Arbeiter des Gegenspielers zu Beginn des eigenen Zuges nicht auf benachbarten Feldern, darf man als einziger die Götterkarte des Gegners bis zum eigenen nächsten Zug nutzen. Das ist eine  ziemlich starke Eigenschaft, da man  die Bewegung des Gegners einschränkt, oder eben die Fähigkeit des anderen Gottes übernimmt.

Das Spiel haben wir bereits öfter zu zweit, aber auch schon zu dritt gespielt und sind begeistert. Es erinnert an Schach, da man seine Züge gut planen, und möglichen Fallen vom Gegenspieler ausweichen muss. Zu Beginn des Spiels ist es jedoch schwierig eine Taktik zu finden bzw. zu erkennen, diese kristallisiert sich im Laufe des Spieles und in Abhängigkeit vom Gegenspieler raus. Bei Santorini kommt es nicht (nur) auf Glück an, sondern auf die eigene Strategie, die man entwickelt, und natürlich auf die des Gegners. Beim Spiel zu dritt wird nochmal neuer Schwung reingebracht. Man konzentriert sich nicht nur auf einen Gegner, sonder auf zwei. Dies erfordert neue Strategien, und manchmal kann man auf das Prinzip “wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte” bauen. Das Grundspiel allein hat uns schon begeistert, die Karten machen es aber noch besser.

Durch die Götterkarten wird Abwechslung in das Spiel gebracht, und es erfordert Umdenken. Es empfiehlt sich natürlich das Spiel zunächst ohne die Götter zu spielen, da man das Grundspiel beherrschen sollte, bevor man an die neuen Möglichkeiten denken muss, die die Götter mit sich bringen.

Zum Schluß muss noch die Optik bzw. das Layout erwähnt werden. Das Spielmaterial ist im Vergleich zu anderen Spielen eher minimalistisch gehalten, was sehr erfrischend ist. Außerdem sind die weißen Türme mit den blauen Kuppeln echt hübsch gemacht, und das Götter-Thema gefällt ebenfalls, abgerundet durch das schöne Design der Karten.

Insgesamt ist es ein tolles und abwechslungsreiches Strategiespiel mit liebevollem Design, und wird garantiert noch öfters gespielt werden.

 

Wie findet ihr das Spiel, und welchen Gott spielt ihr am liebsten?

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